Archiv für Oktober 2013

Fireblade Force Festival abgesagt!

aus gegenrede.info:

Finowfurt (ipr) Nach dem Verbot des „Kategorie C“-Konzertes soll nun das für den 2. November in Finowfurt angekündigte „Fireblade Force Festival“ ebenfalls nicht stattfinden. Das gab der Veranstalter des Festivals Björn Eichhorn gestern auf Facebook bekannt.

„Wir müssen leider bekannt geben, dass das diesjährige Fireblade Force Festival nicht, wie geplant, in Finowfurt stattfinden wird“, heißt es in der Erklärung des Veranstalters. Zur Begründung muss die Gemeinde Schorfheide herhalten: „Dank untragbarer Auflagen der Polizei und der Stadt, welche von einem kleinem Festival wie dem unseren aus finanziellen Gründen nicht erfüllbar sind, müssen wir leider diesen Schritt gehen.“

Bei den untragbaren Auflagen könnte es sich eigentlich nur um den Lärmschutz handeln. Hier müssen die verlangten 50 Dezibel ständig durch einen um das Gelände „In den Sandstücken“ streichenden Fachmann überprüft werden. Das kostet natürlich Geld. Vielleicht waren auch nicht genügend Voranmeldungen für das Konzert zusammengekommen und so das Risiko für den Veranstalter zu groß. Immerhin waren neun Bands angekündigt. Der 2. November als Open Air Konzert ist doch eher etwas für hartgesottene Fans des NS Black Metal.

Eine Stellungnahme der Gemeinde zur Absage des Konzertes war Sonntagabend nicht zu erhalten.“

Finowfurt: Nazifestival am 2.11.

Am 2.11.2013 wird voraussichtlich auf dem Gelände der Manns in Finowfurt das rechte „Fireblade Force Festival“ stattfinden. Es handelt sich hierbei um ein Black Metal Festival, bei dem auch NSBM (national socialist black metal) – Bands willkommen sind. Dieses Jahr werden Sarkrista, Stahlfront, Forgotten Thomb, Leichenzug und fünf weitere Bands spielen.
Es wird an diesem Tag Aktionen gegen das Festival geben.

Das Festival

Das „Fireblade Force Festival“ wurde zum ersten Mal 2007 in Lichtenstein (bei Chemnitz) veranstaltet. Mittlerweile wird es, nach dreijähriger Pause, zum fünften Mal stattfinden. Veranstalter ist Björn Eichhorn. Björn Eichhorn betrieb bis zu seiner Schließung den Club „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz, in dem NSBM-Konzerte stattfanden. So spielten schon dort zum Beispiel Bands wie „Absurd“, „Leichenzug“ und „T.H.O.R.“.
Auf dem Festival in Finowfurt werden dieses Jahr neun Bands erwartet. An dieser Stelle soll nur kurz auf einige eingegangen werden.
Die „Waffenträger Lucifers“ – die Bandmitglieder nennen sich „R.Z. Totenwache“ und „T.S.Holocaust“ – nannten ihr erstes Album „Pure Black Metal Holocaust“, welches sie zusammen mit den NSBM-Bands „Redreom“ und „Prosatanos“ aufnahmen. Es enthält Lieder wie „Massenvernichtung I“ und „Meine Vision – Totaler Krieg“.
Im Lied „Leichenzug“ des gleichnamigen Musikprojektes wird Ausrottung, Vernichtungskrieg, sowie ein „Vorwärts zum Sieg“ besungen. Im Lied „Heidnischer Boden“ soll dessen „Beschmutzern“ „wahre Furcht“ gelehrt werden.
Die bisher unbekannte Band Stahlfront bewirbt für den 2.11. den Release ihres Albums „Wiederkehr der Ahnen“.
Im NSBM wird der Nationalsozialismus verherrlicht. Es werden menschenverachtende, sozialdarwinistische Thesen vertreten, in den das „Schwache“ durch das „Starke“ beseitigt werden muss. Weiterhin wird sich mit germanischer Mythologie und Heidentum identifiziert.

Die Location

Auf dem Grundstück von Klaus und Sybille Mann in Finowfurt finden seit sechs Jahren Rechtsrockkonzerte und Veranstaltungen von NPD, DVU und der Partei „Die Rechte“ statt. Das Gelände ist zum wichtigsten Ort für die rechte Szene in Berlin und Brandenburg geworden.
Dieses Jahr kam es erstmals zu Versuchen, die Veranstaltungen, bei denen hunderte Nazis anreisten, zu blockieren.

Was tun?

Menschenverachtende Einstellungen haben auch in Musik nichts verloren! Welche Gegenaktionen am 2.11. stattfinden werden, ist noch offen.
Haltet euch den Termin bitte frei.

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Eberswalder Gedenkbuch

bald ist wieder der Jahrestag der Reichspogromnacht und ich will die gelegenheit nutzen und euch das „Eberswalder Gedenkbuch für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus“ empfehlen.
es werden viele ehemalige Bürger_innen der stadt vorgestellt, den Menschen wieder ein Gesicht und somit zumindest ein wenig Respekt gegeben. das buch gibt`s in der stadtbücherei…
Nie wieder!

Nazipropaganda in der Schicklerstraße

In der Nacht vom 11. zum 12. Oktober 2013 wurden in der Schicklerstraße massiv Naziaufkleber verklebt. Sie befanden sich an fast allen Laternenmasten in der Schicklerstraße, außerdem in der Ruhlaer Straße und in der August-Bebel-Straße.
27 Aufkleber wurden am 12.10. durch Aktivist*Innen entfernt. Sie beinhalteten Parolen wie „Kein Sex mit Zecken! – Den Feind erkennen. Den Feind benennen. Good Night Left Side“.
Weiterhin fanden sich einige Aufkleber des „Freien Netz Süd“, einer Kameradschaft aus Bayern, sowie der JN, der Jugendorganisation der NPD.
Die Aufkleber zeigen deutlich die Strategie der Neonazis, linke Symbolik und linke Slogans (z.B. „Kein Sex mit Nazis“ oder „good night white pride“) zu übernehmen. Die bekanntermaßen überaus friedliebende Ader der Nazis kommt in dem Aufkleber „Kapitalismus bedeutet Krieg!“ zur Geltung.

Warum die Aufkleber so massiv in der Schicklerstraße verklebt wurden ist unklar.

Bitte bleibt wachsam und entfernt Nazimist wo auch immer ihr welchen findet.