Archiv für November 2016

Gedenken: Tag des Angriffs auf Amadeu Antonio

In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde Amadeu Antonio Kiowa, der im Rassismus der Kolonialmacht Portugals in Angola geboren wurde, in Eberswalde von 50 Neonazis und Rassist_innen niedergeschlagen. Zwei weitere Mosamikianer, die mit ihm angegriffen wurden, konnten fliehen. Amadeu Antonio starb zwei Wochen später an seinen Verletzungen.

26 Jahre später ist die rassistische Stimmung in Deutschland ähnlich präsent wie zu Beginn der 90er Jahre. Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte nahmen in den letzten Jahren rasant zu, bestärkt durch rechte Hetze von AfD und Co.
Mit der Gedenkaktion auf dem Marktplatz zeigen wir jährlich, dass Rassismus und die Geschichte des Ortes, an dem wir leben, uns alle angeht. Eine aktive antifaschistische Gedenkpolitik ist wichtig, um ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen, aber auch, um überhaupt für eine lebenswerte Zukunft ohne Ausgrenzungen kämpfen zu können.

Damals wie heute: Rassismus tötet!
Nichts und niemand ist vergessen!

Am 06.12.2016 um 17 Uhr wird es eine Gedenkveranstaltung in der Nähe des Ort des Angriffs geben (Eberswalder Straße 26, 16225 Eberswalde (Gedenktafel / ehem. Chem. Fabrik). Im Anschluss wird zu Gesprächen bei Kaffee und Tee im Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V. eingeladen.

Workshopwochenende in Bernau – 12./13.November

In Zeiten der rassistischen Mobilisierung ist es wichtig gezielt linke und linksalternative Aktivist_innen zu unterstützen und zu vernetzen, um sich gemeinsam gegen die stets stärker werdende Rechte zu engagieren. Doch manchmal fehlt das nötige Know-How, um die hiesigen Zustände effektiv aufzumischen. Mit der f_antifaschistischen “Skills for Intervention”-Tour kommt die f_antifa brandenburg (fabb) am 12. und 13.11. nach Bernau in`s Dosto.

Unter anderem wird es am Sonntag 13.11, 14:00 einen Selbstbehauptungs-Workshop geben. Der Workshop ist nur für FrauenLesbenTrans*

Um euch für die Workshops anzumelden oder falls ihr mehr Infos wollt, schreibt an afie ät riseup.net.

Workshop-Beschreibung:
(Sexualisierte) Grenzüberschreitungen finden häufig auf Parties statt. Ungewollte Blicke, Sprüche gehören genauso dazu, wie ein bedrängendes Raumeinnehmen. In dem Empowerment-Workshop soll die eigene Grenze bewusster wahrgenommen und Skills gezeigt werden, diese zu behaupten – alleine wie auch gemeinsam!

Wir freuen uns auf euch!

Worum geht’s?
Antifa & Feminismus sollen zusammengeführt werden! Wir wollen nicht nur ein praktisches Bildungsangebot für Antifaschist*innen in Brandenburg bieten. Wir stellen und vermitteln einen Pool an Referent_innen für
vielseitige Workshops, die nur von Frauen* und Trans* durchgeführt werden. Denn es ist in der antifaschistischen Szene leider keine Selbstverständlichkeit, dass Workshops nicht von Männern durchgeführt
werden. Mit den Workshops wollen wir eine stärkere Sichtbarmachung dieser Menschen als Macher_innen gewährleisten. In dem Projekt sind manche der Workshops nur für fltiq* (Frauen-Lesben-Trans-Inter-Queer)
offen, um sich über Sexismus in den eigenen politischen Strukturen auszutauschen und Frauen und Trans* vor Ort zu empowern, zu unterstützen und untereinander zu vernetzen.

Mehr Infos: fabb.antifa.cc