Archiv für Januar 2019

„Heimatliebe Brandenburg“ den Tag versauen!

Am 09.02.2019 ist es wieder soweit: Das Bündnis „Heimatliebe Brandenburg“ will wieder durch Eberswalde marschieren und völkisch-nationalistische Hetze verbreiten.
Angemeldet wurde die Demonstration erneut von Lars Günther (AfD) aus Bad Freienwalde. Lars Günther ist in der rechten Szene gut vernetzt, und scheut sich nicht, mit militanten Neonazi-Kameradschaften zusammenzuarbeiten. Mehr Infos zu den Machenschaften Lars Günthers gibt es hier.

Gegen den rechten Aufmarsch ruft ein Bündnis aus Eberswalder Initiativen, Gewerkschaften und Parteien zu Protesten auf! Um 13:30/14:00 Uhr starten wir die Demonstration unter dem Motto „Solidarisch gegen den Hass!“ am Bahnhof und ziehen bis zum Kirchhang am Marktplatz.
Auf dem Marktplatz beginnt um 15 Uhr die Kundgebung von „Heimatliebe Brandenburg“. Anschließend werden sie versuchen, durch die Stadt zu laufen. Ihre geplante Route führt vom Marktplatz über die Friedrich-Ebert-Straße, Eisenbahnstr., Wilhelmstr., Bergerstr., Eisenbahnstr., Breite Straße zurück zum Markt.

Wir überlassen den rechten HetzerInnen nicht die Straße! Kommt am 9.2. mit uns raus! Wir sind viele, laut und kreativ! Gemeinsam können wir „Heimatliebe Brandenburg“ den Tag versauen!


Zum Aufruf des Unteilbar-Bündnisses


„Überleben in Demmin“

Veranstaltungsempfehlung – Filmscreening:
Überleben in Demmin
16. Januar im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio
Zwei Vorstellungen, 15 Uhr und 18 Uhr.

Über den Film

Im Frühjahr 1945 wird DEMMIN, eine kleine Stadt in
Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie. Hunderte
Bürger der Stadt nehmen sich das Leben. Dies gilt als größter
Massensuizid zum Kriegsende in Deutschland. Über die genauen Umstände
wird fortan geschwiegen. Heute besetzen Neonazis mit einem alljährlichen
„Trauermarsch“ am 8. Mai diese Leerstelle und mißbrauchen sie für ihre
Zwecke.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Regisseur Martin Farkas geht in seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN den
verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende sprechen zum ersten
Mal über die schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit
und Jugend. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das
Schweigen darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und wie
tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er sie in
diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert,
erscheint tief gespalten.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN erzählt von Trauma, Gruppenzwang, falscher Trauer
und dem politischen Mißbrauch von Gefühlen – aber auch vom Überleben,
vom Willen, sich gegen Haß und Fanatismus zu stellen und dem Wunsch, die
Vergangenheit umfassend aufzuarbeiten. Der Film verdichtet darüber
hinaus, wie ein Kaleidoskop, was uns heute bedroht: der Aufwärtstrend
von Fremdenfeindlichkeit, Hass, Antisemitismus und Populismus aus der
Mitte der Gesellschaft heraus.