Archiv der Kategorie 'brandenburg'

Wir sind dann mal weg: ein Abschied von der HNE?

Wir sind dann mal weg.

Für uns, die antifaschistische Initiative macht es nach einer längeren Diskussion mit der Hochschulleitung keinen Sinn mehr weiter als Studierendengruppe zu arbeiten.

Folgende Ereignisse haben dazu geführt das wir unsere Arbeit als Hochschulgruppe beenden.

Diesen März wurde die Demo vor dem Grundsicherungsamt, mit dem Verweis auf Datenschutzbedenken und der Tatsache das dies eine politische Einflussnahme von Hochschulgruppen in die Gesellschaft hinein sein könnte wieder als Anlass genommen den Status als Hochschulgruppe zu entziehen.

Im Dezember 2017 wurde bei einer Veranstaltung zu AFD im Bundestag mit dem Verweis auf die vermeintlich politische Neutralität der Hochschule das Bewerben der Veranstaltung solange verhindert bis eine Veränderung des Titels durchgesetzt wurde.

Im Juli 2017 wurde aufgrund einer vermeintlich unausgeglichenen Diskussionsrunde zum Film Deportation Class das Bewerben der Veranstaltung behindert und mit dem Entzug des Zugang zum Hochschulverteiler gedroht

Im April 2017 wurde ein Demotraining beworben, was der Hochschulleitung zu gewaltvoll erschien und diese darauf den Status als Hochschulgruppe vorläufig nicht verlängerte.

Wir haben uns als Reaktion darauf entschlossen nicht länger Teil der Hochschule zu sein. Die Einflussnahme und Gängelung durch die Hochschulleitung mündet zwangsweise in einer Haltungslosigkeit die den Titel einer weltoffenen Hochschule eher peinlichen werden lässt. Anstatt des Zwangs zur Konformismus und Schönfärberei fordern wir auf Missstände zu benennen und sich zu solidarisieren mit Diskriminierten in der Gesellschaft.
Wir verabschieden uns bei den Mitarbeiter*innen und Studierenden und danken allen für das Interesse an unserer Arbeit. Anstatt also weiter eine Werbefläche der Hochschule darzustellen wenden wir uns lieber anderen Dingen zu und möchten anregen darüber nachzudenken was emanzipatorische Hochschulpolitik bedeuten kann.

Wir sehen uns wieder

JanzWeitDraußen-Camp

JWD_Camp

+++ SAVE THE DATE++ Das JWD Camp findet vom 26.-29.07.2018 in Kuhlmühle bei Wittstock statt!

Wer Lust auf Sommer, Sonne und Politik hat, ist beim JWD-Camp genau richtig.
Mehr Infos: http://www.jwd-camp.org/

Soliparty in der Schreina47


* Wir feiern 4 Jahre politische Aktion in Brandenburg
* Wir feiern 4 Jahre Kleinstadtantifa
* Wir feiern 4 Jahre keine Kohle
--> Wir feiern mit euch! < --

am 13. Oktober 2017 ab 22 Uhr
in der Schreinerstr. 47 in Berlin Friedrichshain (S-Bahnhof Frankfurter Allee)

das gibt’s auf die Ohren:

--> dj parca [electrixx / pop / punxxy / discotheque]
--> ante [hiphop / trap]
--> dj hornhaut [techno mit wums]

und außerdem gibts vielerlei lustige Überraschungen!
Kommt vorbei!

facebook-veranstaltung hier

Angermünde: Kundgebung III. Weg

Am vergangenen Samstag führte die Partei „Der dritte Weg“ in der Uckermark mehrere Veranstaltungen durch.

III. Weg in AngermÃ&frac14;nde

In Angermünde fand von 10 bis 11 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Überfremdung stoppen – Heimat bewahren!“ statt. Die Kundgebung fand am Rande des Friedensparks statt, direkt bei einem Mahnmal für drei gehenkte Wehrmachtsdeserteure. Obwohl Lautsprecher mitgebracht wurden, gab es keine Reden oder Sprechchöre, sodass sich darauf beschränkt wurde, vorbeifahrenden Autos Parteifahnen und -plakate zu präsentieren. Zudem wurde eine geringe Zahl von Flyer an Passant*innen verteilt. Der Anmelder Matthias Fischer (eine mutmaßliche Kontaktperson des NSU) tauchte in Angermünde nicht auf der Kundgebung auf. Auch die Angermünder*innen zeigten sich nicht geneigt, den 16, zum Teil aus Berlin mit Autos angereisten, Neonazis Gesellschaft zu leisten.

Gegenprotest gab es nicht. Allerdings fanden sich 10-20 Beobachter*innen ein, denen bei der Ankunft durch die Polizei sogleich erklärt wurde, dass „Störungen“ nicht geduldet werden würden. In einem Fall wurden die Personalien aufgenommen. Gleichzeitig durften sich die Neonazis uneingeschränkt bewegen, es kam zu verbalen Drohungen und gegen Ende der Kundgebung zu einer Rempelei.

Im Anschluss wurden noch die Städte Prenzlau und Schwedt beglückt, Höhepunkt war um 15 Uhr eine kleine Demonstration mit etwa 40 Neonazis in Templin.

24.10.2015/Neuruppin: Nazikundgebung sabotieren!

Unter dem Motto “Die Gedanken sind frei” wollen die “Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland” am 24. Oktober 2015 um 9Uhr in Neuruppin am Amtsgericht eine Kundgebung veranstalten. Diese richtet sich gegen den § 130 StGB (Volksverhetzung) und den §86a (Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen). Es wird eine Gegenveranstaltung zur selben Zeit, am selben Ort geben. Hier ein Statement, veröffentlicht auf der Website des linksalternativen Zentrums Neuruppin, JWP Mittendrin:

Viele Faschist_Innen berufen sich immer wieder positiv auf die Rede- und Meinungsfreiheit – natürlich auf die eigene… Das ist in vielerlei Hinsicht eine absolute Farce! Warum?

„Die Gedanken sind frei“…
Es gibt zurecht Aussagen, die juristisch verfolgt werden. Dies geschieht insbesondere wenn durch Äußerungen eine Person oder Gruppe beleidigt oder diskriminiert wird. Zum Anderen gibt es den Straftatbestand der Volksverhetzung und den §86a (Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen). Diese Paragraphen können gegen menschenverachtende Äußerungen von Neonazis und Rassist_Innen eingesetzt werden – und das ist auch gut so:

Die rassistische Welle, die aktuell durch dieses Land schwappt, ist erschreckend. Insbesondere in der vermeintlichen Anonymität des Internets äußern viele Menschen ihren tiefen und unreflektierten Hass gegen geflüchtete Menschen. Eine Untergrenze für das Niveau an niederträchtigen Gewalt- und Mordphantasien scheint es nicht zu geben. Die Forderungen nach Abschiebungen, Vergasung oder Erschießung von Geflüchteten, die Verherrlichung von Brandanschlägen auf Asylunterkünfte sind KEINE Meinungsäußerungen! Wer so etwas schreibt, sagt oder tut hat jede zivilisatorische Grundlage eines menschlichen Umgangs verlassen und fordert die blanke Barbarei, das Recht des vermeintlich „Stärkeren“, Selbstjustiz – hier greift der altbekannte Spruch: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Es sind schlichtweg Faschist_innen und Menschenfeind_innen! Mit ihnen kann es keine Diskussion oder Austausch geben – ihren hetzenden und menschenverachtenden Äußerungen darf kein Raum gegeben werden, damit ihre Worte keine Taten zünden!

Eine sachliche Diskussion über Flucht, Fluchtursachen und die Notwendigkeit von Asyl in der aufgeheizten Stimmung ist kaum möglich. In der Politik wird Angst geschürt, was den Faschist_Innen Zulauf gibt und sie stärkt. Das ist unverantwortlich! Das „Problem“ mit den Flüchtlingen ist keinesfalls unlösbar: Deutschland ist reich genug, es gibt genügend Platz und Ressourcen. Das Zusammenspiel dieser Politik und der Politik anderer Länder, wie Ungarn, der Slowakei, Tschechien usw., welche vor kurzem temporär wieder Grenzkontrollen gegen den sogenannten „Flüchtlingsstrom“ einführten und Zäune errichteten, ist unerträglich!
Die Politik gibt die Schuld für ihr eigenes Totalversagen den Flüchtlingen, die dafür am wenigsten können und reagiert mit menschenunwürdigen Methoden! Was für ein Schmierentheater! Wenn deutsche Waffenexporte die weltweiten Konflikte anheizen und so Flucht erzwingen, ist Deutschland auch verpflichtet die Folgen dieser falschen Politik zu tragen! Das soll allerdings nicht der Hauptgrund unserer Forderung nach einer Aufnahme von Geflüchteten sein, denn jeder Mensch sollte das Recht haben, von Krieg, Leid und Armut zu fliehen! Die Geflüchteten sind nicht Schuld an den Umständen in den Ländern, die sie zur Flucht zwingen!

In diesem Sinne: Nazis & Rassist_innen – Haltet die Fresse! Niemals werden wir eure dumm-dreisten Lügen und euren rechten Terror widerspruchslos akzeptieren!
Für die Freiheit, für das Leben!
Refugees Welcome!