Archiv der Kategorie 'erinnern'

Gedenken gegen das Vergessen

Wo einst die Eberswalder Synagoge stand, erinnert eine Gedenkstätte an die Progromnacht vom 9. November 1938 – Gemeinsam wollen wir uns an diese Nacht vor 79 Jahren und die NS Verfolgung in Eberswalde erinnern. Am Samstag, 11. November 2017, wird Ellen Grünewald mit uns durch die Stadt spazieren und uns von der jüdischen Geschichte und Geschichten von Juden und Jüdinnen in Eberswalde erzählen. Schwerpunkt wird hierbei auf der Zeit der NS Verfolgung liegen.

Beginn ist 10:00 Uhr am Synagogendenkmal in der Goethestraße 9 in Eberswalde. Die Führung wird circa 1,5 Stunden dauern und ist auf Spendenbasis.

Ellen Grünwald gehört zur Bürgerinitiative 9. November, die den Bau des Denkmals initiierte und hat außerdem ein Buch veröffentlicht, das Namen und Geschichten jüdischer Bürger*innen der Stadt beinhaltet. Da die Teilnehmer*innen Zahl begrenzt ist, wird um eine verbindliche Anmeldung unter Afie@riseup.net gebeten.

Die Synagoge in Eberswalde auf einer Postkarte vor der Zerstörung.
Quelle: http://www.taz.de/!5055418/

Stadtführung zu jüdischer Geschichte

Bestimmt sind Euch in Eberswalde schon hin und wieder Zeugnisse jüdischer Geschichte begegnet – Stolpersteine, das Synagogen-Mahnmal, der Friedhof …
Wir möchten Euch hiermit herzlich einladen, gemeinsam einen genaueren Blick auf Jüdische Geschichte und Gegenwart in der Stadt zu werfen.

Dazu wird es eine Stadtführung geben, zu Fuß und mit dem Fahrrad (Rad bitte mitbringen, da die einzelnen Orte teilweise etwas weiter auseinander liegen).
Termin ist der 25. März (der erste Samstag im neuen Semester), um 10 Uhr am Synagogen-Mahnmal in der Goethestraße. Die Führung wird 2 bis 2,5 Stunden dauern und ist kostenlos, es wird aber um eine Spende gebeten.

Da es nur begrenzte Plätze gibt (damit auch alle was hören), bitten wir Euch um eine kurze Anmeldung an afie ätt riseup.net

Gedenken: Tag des Angriffs auf Amadeu Antonio

In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde Amadeu Antonio Kiowa, der im Rassismus der Kolonialmacht Portugals in Angola geboren wurde, in Eberswalde von 50 Neonazis und Rassist_innen niedergeschlagen. Zwei weitere Mosamikianer, die mit ihm angegriffen wurden, konnten fliehen. Amadeu Antonio starb zwei Wochen später an seinen Verletzungen.

26 Jahre später ist die rassistische Stimmung in Deutschland ähnlich präsent wie zu Beginn der 90er Jahre. Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte nahmen in den letzten Jahren rasant zu, bestärkt durch rechte Hetze von AfD und Co.
Mit der Gedenkaktion auf dem Marktplatz zeigen wir jährlich, dass Rassismus und die Geschichte des Ortes, an dem wir leben, uns alle angeht. Eine aktive antifaschistische Gedenkpolitik ist wichtig, um ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen, aber auch, um überhaupt für eine lebenswerte Zukunft ohne Ausgrenzungen kämpfen zu können.

Damals wie heute: Rassismus tötet!
Nichts und niemand ist vergessen!

Am 06.12.2016 um 17 Uhr wird es eine Gedenkveranstaltung in der Nähe des Ort des Angriffs geben (Eberswalder Straße 26, 16225 Eberswalde (Gedenktafel / ehem. Chem. Fabrik). Im Anschluss wird zu Gesprächen bei Kaffee und Tee im Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V. eingeladen.

Marktplatzaktion

Aktivist*innen gedenken Amadeu Antonio Kiowa Jahrestag des �berfalls!
Der Mord an Amadeu Antonio Kiowa ist mit der Geschichte von Eberswalde verwoben. Diskussionen in der Vergangenheit – nicht zuletzt bei der Gesprächsrunde über die Umbenennung eines Straßenabschnitts – haben gezeigt, dass die Erinnerung an Amadeu Antonio weiterhin im (Unter-) Bewusstsein der Menschen lebendig bleibt. Die Auseinandersetzung mit dem Themen rassistischer Mord und Diskriminierung ist unterschiedlich ausgeprägt: Verdrängung, gedankenlose Fortführung rassistischer Anfeindungen oder aktive Vergangenheitsbewältigung, wie die alljährliche Veranstaltung zum Todestag von Amadeu Antonio. Verschiedenste Aktionen können ein Beispiel geben, dass es möglich ist, Vergangenheit aufzuarbeiten und Achtsamkeit für diese Themen zu bewirken.
Zukunftsfähigkeit ist nur möglich durch die Fähigkeit sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Deshalb ist die angstfreie Solidarität zwischen Menschen mit unterschiedlichen sozialen, ethnischen und persönlichen Hintergründen heute ein wichtiger Schritt für die Überwindung von Rassismus, Diskriminierung und sozialer Kälte.
Auf eine lebenswerte Zukunft und aktive Besinnung!

Eberswalder Gedenkbuch

bald ist wieder der Jahrestag der Reichspogromnacht und ich will die gelegenheit nutzen und euch das „Eberswalder Gedenkbuch für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus“ empfehlen.
es werden viele ehemalige Bürger_innen der stadt vorgestellt, den Menschen wieder ein Gesicht und somit zumindest ein wenig Respekt gegeben. das buch gibt`s in der stadtbücherei…
Nie wieder!