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„Überleben in Demmin“

Veranstaltungsempfehlung – Filmscreening:
Überleben in Demmin
16. Januar im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio
Zwei Vorstellungen, 15 Uhr und 18 Uhr.

Über den Film

Im Frühjahr 1945 wird DEMMIN, eine kleine Stadt in
Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie. Hunderte
Bürger der Stadt nehmen sich das Leben. Dies gilt als größter
Massensuizid zum Kriegsende in Deutschland. Über die genauen Umstände
wird fortan geschwiegen. Heute besetzen Neonazis mit einem alljährlichen
„Trauermarsch“ am 8. Mai diese Leerstelle und mißbrauchen sie für ihre
Zwecke.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Regisseur Martin Farkas geht in seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN den
verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende sprechen zum ersten
Mal über die schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit
und Jugend. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das
Schweigen darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und wie
tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er sie in
diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert,
erscheint tief gespalten.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN erzählt von Trauma, Gruppenzwang, falscher Trauer
und dem politischen Mißbrauch von Gefühlen – aber auch vom Überleben,
vom Willen, sich gegen Haß und Fanatismus zu stellen und dem Wunsch, die
Vergangenheit umfassend aufzuarbeiten. Der Film verdichtet darüber
hinaus, wie ein Kaleidoskop, was uns heute bedroht: der Aufwärtstrend
von Fremdenfeindlichkeit, Hass, Antisemitismus und Populismus aus der
Mitte der Gesellschaft heraus.

Veranstaltung am 18.10 in Eberswalde

„Versagt die Justiz im Kampf gegen rechten Terror?
Wissenschaftliche Analyse von Defiziten bei den Ermittlungen zum NSU-Komplex.“

Auch nach der Urteilsverkündung im NSU-Prozess im Juli dieses Jahres gibt es mehr Fragen als Antworten zum NSU-Komplex. Das Netzwerk des NSU, die Rolle und das Wissen staatlicher Behörden und die Auswirkungen der Taten und der rassistisch geführten Ermittlungen für die Geschädigten und Angehörigen der Ermordeten waren kaum Gegenstand. Dass dem so ist, liegt zu großen Teilen in der Verantwortung der Bundesanwaltschaft. Als oberste Strafverfolgungsbehörde hatte sie im NSU-Prozess eine äußerst wichtige Rolle inne. Sie vertrat zum einen die Bundesrepublik Deutschland als Geschädigte des NSU, zum anderen die Anklage und leitete die Ermittlungen.
Die Autorinnen Isabella Greif und Fiona Schmidt diskutieren am Beispiel der Ermittlungen zum NSU-Komplex und dem Oktoberfestattentat, welche strukturellen Defizite den staatsanwaltschaftlichen Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt prägen und welche Kontinuitäten sich daraus ergeben.

Die Veranstaltung findet am 18.10 ab 19:00 im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Beratungszimmer statt.

„We‘ll Come United!“ – Solifest am 21.09. in Eberswalde


Kurzbeschreibung
Am 21.9 ab 16:oo wird es im Palanca Eberswalde ein Soli-Fest für „We‘ll Come United!“ geben. Das Programm besteht aus Konzerten, Kinderprogramm, einer Ausstellung, Workshops und Infoständen. Im Anschluss gibt es eine fette Party.

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/238712356808247/
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Unser Alternative ist Solidarität! – Am 26.08. für ein weltoffenes Eberswalde


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Wir sind dann mal weg: ein Abschied von der HNE?

Wir sind dann mal weg.

Für uns, die antifaschistische Initiative macht es nach einer längeren Diskussion mit der Hochschulleitung keinen Sinn mehr weiter als Studierendengruppe zu arbeiten.

Folgende Ereignisse haben dazu geführt das wir unsere Arbeit als Hochschulgruppe beenden.

Diesen März wurde die Demo vor dem Grundsicherungsamt, mit dem Verweis auf Datenschutzbedenken und der Tatsache das dies eine politische Einflussnahme von Hochschulgruppen in die Gesellschaft hinein sein könnte wieder als Anlass genommen den Status als Hochschulgruppe zu entziehen.

Im Dezember 2017 wurde bei einer Veranstaltung zu AFD im Bundestag mit dem Verweis auf die vermeintlich politische Neutralität der Hochschule das Bewerben der Veranstaltung solange verhindert bis eine Veränderung des Titels durchgesetzt wurde.

Im Juli 2017 wurde aufgrund einer vermeintlich unausgeglichenen Diskussionsrunde zum Film Deportation Class das Bewerben der Veranstaltung behindert und mit dem Entzug des Zugang zum Hochschulverteiler gedroht

Im April 2017 wurde ein Demotraining beworben, was der Hochschulleitung zu gewaltvoll erschien und diese darauf den Status als Hochschulgruppe vorläufig nicht verlängerte.

Wir haben uns als Reaktion darauf entschlossen nicht länger Teil der Hochschule zu sein. Die Einflussnahme und Gängelung durch die Hochschulleitung mündet zwangsweise in einer Haltungslosigkeit die den Titel einer weltoffenen Hochschule eher peinlichen werden lässt. Anstatt des Zwangs zur Konformismus und Schönfärberei fordern wir auf Missstände zu benennen und sich zu solidarisieren mit Diskriminierten in der Gesellschaft.
Wir verabschieden uns bei den Mitarbeiter*innen und Studierenden und danken allen für das Interesse an unserer Arbeit. Anstatt also weiter eine Werbefläche der Hochschule darzustellen wenden wir uns lieber anderen Dingen zu und möchten anregen darüber nachzudenken was emanzipatorische Hochschulpolitik bedeuten kann.

Wir sehen uns wieder